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Elisabeth Vary
vis-à-vis








Die Galerie m zeigt vom 29. Juni bis 24. November 2018 mit der Ausstellung „vis-à-vis“ im Feature-Raum ausgewählte Werke der Kölner Künstlerin Elisabeth Vary (*1940). Seit nun fast 30 Jahren wird Vary von der Galerie m vertreten, die in regelmäßigen Einzelausstellungen ihre Werke in Bochum präsentiert. Die aktuelle Werkauswahl legt den Fokus einmal mehr auf Varys spezifischen Umgang mit Form, Oberflächen und Farbe.

Ein jüngst fertiggestelltes, pastellfarbenes Werk scheint vor der Wand zu schweben und konzentriert den Blick zunächst auf die malerisch gestaltete Vorderansicht. Auf der glänzenden Oberfläche durchdringen sich eine Vielfalt an opaken Farben und Strukturen und schaffen eine abstrakte Komposition. Erst aus der extremen seitlichen Perspektive erschließen sich weitere Malereiflächen an dem plastischen Objekt, deren zur Wand strebenden Farbverläufe dem Eindruck von Massivität entgegenwirken. Es ist, als würden sich die einzelnen Farbbestandteile aus der zentralen Farbfläche herauslösen und zur Wand hin streben – ein charakteristisches Merkmal vieler Werke Varys.

Die Künstlerin entwirft dreidimensionale, asymmetrische, meist eckig geformte Körper, die sich keinen gängigen geometrischen Kategorien zuordnen lassen, sondern einem eigenwilligen Formempfinden entspringen: Die Kanten verlaufen nicht parallel, es gibt keine rechten Winkel und die Tiefe der Objekte variiert – der Versuch einer mathematischen Beschreibung gestaltet sich schwierig. Gleichzeitig tritt das Objekt in einen Dialog mit der Malerei, die ihm allseitig anhaftet.
Varys Arbeiten lassen sich nur allmählich erkunden und bedürfen eines einfühlsamen und intuitiven Zugangs. Sie zeichnen sich durch zahlreiche, ihnen innewohnende Gegensätze aus, die sich sukzessiv erschließen. Das Nebeneinander oder vis-à-vis von Malerei und Form, Fläche und Körper, hell und dunkel, monochrom und bunt, glänzend und matt prägen das Werk.
Die Erfahrungen werden mit zunehmender Betrachtung immer wieder aufgelöst, relativiert oder überlagert. Momenthaft, allmählich und differenzierend vollzieht sich der Zugang zu den Werken von Vary. Das Sehen an sich wird zum einzigen Kontinuum.